postheadericon Ein bisschen Geschichte

Nachdem wagemutige Reisende die Seidenraupen aus China herausgeschmuggelt hatten, wurde der wertvolle Stoff auch in anderen Ländern produziert und wurde nach und nach für einen größeren Käuferkreis erschwinglich. Auch wohlhabende Bürger konnten sich ein Hemd oder eine Bluse aus Seide leisten. Trotzdem war und ist Seide immer noch etwas Besonderes. Mit dem Beginn der industriellen Revolution und der Verarbeitung der Seidenfäden in industriellen Produktionsstätten wurden Seidenstoffe immer erschwinglicher. Da Seide jedoch immer noch ein Naturprodukt ist und nur in einer bestimmten Menge zur Verfügung steht, ist der zarte Stoff jedoch immer wertvoll geblieben, der von den Menschen ferne zu besonderen Gelegenheiten getragen wird. Obwohl Seidenstoffe besonders im Sommer eine angenehm kühlende und klimatisierende Wirkung haben, tragen die meisten Menschen die wenigen Teile aus Seidenstoff eher zu Feierlichkeiten als im Alltag, denn diese Kleidungsstücke sind immer noch teurer als z. B. Baumwollblusen. Auf den internationalen Laufstegen, auf denen die exklusivsten Werke der Schneiderkunst präsentiert werden, ist Seide jedoch immer noch ein Stoff, aus dem Bekleidungsträume realisiert werden. Wer es sich leisten kann, trägt zumindest auf der Haut Seide in Form luxuriöser Dessous. Normalverdiener genießen das gute Gefühl, das nur Seide auf der Haut verursacht, in Form von Accessoires. Ein schöner Seidenschal kann jedes Outfit aus Leinen oder Baumwolle aufmunternd ihm ein ganz besonderes Flair verleihen, das den Alltag schöner macht. Wer sich dazu, wenn es das Budget erlaubt, auch einmal Seidendessous gönnt, wird sich beim Tragen ein wenig wie im Land der Reichen und Schönen fühlen.